Trenn dich korrekt

Eine Kampagne der Abfallwirtschaft Landkreis Aurich

 

Wir alle wissen: Kein Abfall ist der beste Abfall! Biomüll fällt dennoch in jedem Haushalt an. Das ist auch kein Problem - solange dieser auf dem richtigen Weg entsorgt wird. Gründlich sortierter Biomüll kann optimal recycelt werden. Das schont Ressourcen, schützt die Umwelt und das Klima. Mach auch Du mit und trenn‘ Dich korrekt von Deinen Bioabfällen.

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Das kann Dein Biomüll

Biomüll wird im Landkreis Aurich auf zwei Wegen verwertet und ist daher besonders wertvoll.

Als Bio-Energie: Bioabfälle werden in Vergärungsanlagen zu Biogas vergoren. Dieses wird in Blockheizkraftwerken zu Strom und Wärme umgewandelt! Aus dem Biomüll im Landkreis Aurich wird so Strom für über 1.000 Haushalte erzeugt

Hier erfährst Du wie Dein Biomüll in Strom und Wärme umgewandelt wird.

Als Dünger: Aus Bioabfällen wird in unseren Anlagen zertifizierter und gütegesicherter Kompost erzeugt. Dieser nährstoffreiche Dünger ist besonders wertvoll für Landwirtschaft und Gartenbau. Auch der flüssige Gärrest aus der Vergärung  wird zur Düngung eingesetzt. Pro Jahr werden aus dem Biomüll im Landkreis Aurich ca. 13.000 Tonnen Kompost hergestellt.

Hier erfährst Du wie Dein Biomüll zu Kompost verarbeitet wird.

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Das kommt uns nicht in die Tonne

Leider landen viel zu viele Störstoffe in der Biotonne, die dort nicht hineingehören. Da sind vor allem:

Plastiktüten, Bioplastik, Glas-, Metall und Plastikverpackungen, Windeln, Staubsaugerbeutel, Blumentöpfe, Zigarettenkippen, Watte- oder Lollistäbchen u.v.m.

Auch unsere moderne Anlagentechnik kommt an ihre Grenzen, diese Störstoffe ausreichend zu entfernen. Zudem ist die Aussortierung mit einem hohen Zeit- und Arbeitsaufwand verbunden. Jährlich sortieren wir ca. 5.000 Tonnen Störstoffe aus dem Biomüll heraus.

Unter Störstoffen im Biomüll leidet auch die Kompostqualität. Mikroplastik-Rückstände im Kompost gelangen auf direktem Weg in den Naturkreislauf und können dort großen Schaden anrichten.

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So trennst Du Dich korrekt

Fakt ist: Plastiktüten gehören nicht in die Biotonne – auch kein Bioplastik! Manch einer mag sich jetzt fragen: und nun? Dabei ist es ganz einfach, seinen Bioabfall korrekt zu entsorgen. Mit folgenden Varianten machst Du nicht nur uns glücklich, sondern vor allem die Umwelt:

  • Vorsammelgefäß verwenden und anschließend lose in die Biotonne werfen
  • in Küchen- oder Zeitungspapier einwickeln
  • in Bioabfall-Papiertüten aus dem Einzelhandel
  • in einer selbst gefalteten Tüte aus Zeitungspapier (Faltanleitung)

Darum keine Plastiktüten (auch kein Bioplastik!): Beide Varianten verrotten während der Bioabfallbehandlung nicht.  Sie müssen aufwendig aussortiert und entsorgt werden und verstärken das Problem von Mikroplastik in unserer Natur, sofern sie nicht vollständig entfernt werden können.

Papiertüten – bestenfalls aus Recyclingpapier – werden bereits in der Biotonne feucht und fangen teilweise bereits an, sich auszulösen. In unseren Rottetunneln verrotten diese Tüten dann so weit, dass diese in der Regel nicht mehr sichtbar sind. Zudem werden sie – anders als Plastiktüten – nicht als Störstoff gewertet und haben somit keinen negativen Einfluss auf Kompostqualität und Umwelt.

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So stinkt's Dir nicht

Zur Reinhaltung der Biotonne werden oftmals Plastiktüten verwendet. Diese gehören zum einen nicht in die Biotonne und sind zum anderen überhaupt nicht notwendig! Abfalltonnen wollen keinen Schönheitspreis gewinnen. Ihre Aufgaben sind klar definiert: Sie sind für die Sammlung und Entsorgung von Abfällen vorgesehen. Dennoch stimmen wir natürlich zu, dass unangenehme Gerüche – insbesondere bei längeren Standzeiten im Sommer – nicht sein müssen und störend sind. Dem kann jedoch mit einfachen Mitteln entgegengewirkt werden.

Tipps & Tricks für Deine Biotonne:

  • Unser Biofilterdeckel verhindert unangenehme Gerüche, das Eindringen von Insekten und hemmt das Pilzwachstum.
  • Eine dünne Zwischenschicht aus Steinmehl, Kalk oder Kleintierstreu bindet flüssige Abfälle und minimiert Gerüche.
  • Stelle die Biotonne möglichst an einen kühlen, schattigen Platz.
  • Verdichteter Bioabfall neigt zur Fäule und erschwert die Entleerung. Abfälle wie kurzer Heckenschnitt oder kleine Zweige lockern den Tonneninhalt auf.

 

 




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Trennen lohnt sich

Es gibt viele Gründe, warum sich korrektes Sortieren des Bioabfalls auch für Dich lohnt! Die Wichtigsten stellen wir Dir nun vor:

  • Störstoffe wie Plastiktüten, Glas oder Windeln aus dem Biomüll auszusortieren und zu entsorgen ist sehr aufwändig, teuer und schlägt sich direkt auf Deine Abfallgebühren nieder. Im Jahr 2019 hat es den Landkreis und somit die Gebührenzahler 500.000 Euro gekostet, die aus dem Bioabfall heraussortierten Störstoffe zu entsorgen.
  • Es wird verhindert, dass kleinste Plastikpartikel in den Naturkreislauf gelangen. Dieses Mikroplastik ist ein großes Problem – über Generationen!
  • Durch die optimale Nutzung des Bioabfalls werden fossile Energieträger, chemische Düngemittel und CO2 gespart.
  • Kompost und flüssiger Gärrest geben dem Acker das zurück, was ihm beim Anbau von Feldfrüchten genommen wurde: Nährstoffe und Struktur.

Fazit: Von gut sortiertem Bioabfall kann jeder profitieren!  Neben Kostenersparnissen bei  der Sortierung und Entsorgung, leistet Du auch einen wichtigen Beitrag für die  Umwelt, das Klima, den Boden und letztlich auch für Deine Gesundheit.

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Bioplastik ist auch keine Lösung

Wir sind uns einig: Plastiktüten gehören nicht in die Biotonne. Bioplastiktüten sind häufig gut gemeint, aber leider schlecht gemacht, denn auch diese Tüten sind nicht für die Biotonne geeignet.

Hier ein paar Gründe, warum Du Dich auch von Deiner Bioplastiktüte verabschieden solltest:

  • Bei der Abfallsammlung und der Aussortierung in den Anlagen kann nicht zwischen Plastik und Bioplastik unterschieden werden
  • Tüten können zudem nicht zu hundert Prozent aussortiert werden, sodass gewisse Mengen in Form von kleinen Plastikfetzen dennoch im Biomüll verbleiben
  • Bioplastik kann ebenfalls Anteile von Erdöl enthalten, die in Form von Mikroplastik über den Kompost auf die Felder gelangen

Nach DIN EN 13432 gilt Bioplastik als kompostierbar, „wenn sich nach sechs Monaten mindestens 90 % des Materials zersetzt haben“. In den Anlagen ist Bioabfall bereits nach drei Wochen so weit umgesetzt, dass dieser als Kompost vertrieben werden kann. Der verbleibende Rest wird bei der Kontrolle als Störstoff gewertet.

 

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Wir kleben Euch einen

Meist sind es immer die gleichen Störstoffe, die in der Biotonne landen. Als kleine Sortierhilfe haben wir Dir einen smarten Tonnenaufkleber im Kampagnen-Design erstellt. Der Aufkleber sollte möglichst auf dem Tonnendeckel (in Richtung Tonnenöffnung) befestigt werden. Wind und Sonne machen ihm nichts aus und wenn Du ihn irgendwann nicht mehr leiden kannst, lässt sich dieser rückstandlos wieder entfernen.

Sei auch Du dabei und zeige, dass Du Dich gemeinsam mit vielen anderen Bürgerinnen und Bürgern aus dem Landkreis Aurich für sauberen Boden einsetzt! Unterstütze uns mit einem Tonnenaufkleber für „sauberen Biomüll“! Ein großer Vorteil: Vermieter/innen haben so die Möglichkeit, Mietern oder – in Ferienhausgebieten –  Gästen die korrekte Abfallsortierung mit Hilfe unseres Tonnenaufklebers leicht zu machen.

Unser Tonnenaufkleber ist kostenlos. Du erhältst ihn unter anderem an unseren Wertstoffhöfen in Hage, Georgsheil, auf Baltrum, Juist und Norderney, im Entsorgungszentrum Großefehn, bei unserer Verwaltungsstelle in Aurich (Hoheberger Weg 36) sowie zukünftig im Bürgerbüro in Aurich. Außerdem werden die Aufkleber an rotierenden Infoständen in Lebensmittelgeschäften im gesamten Landkreis erhältlich sein.

FRAGEN? WIR SIND FÜR SIE DA!

Das Team der Abfallberatung beantwortet gern Ihre Fragen.

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