HISTORIE

Die Entwicklung der Abfallwirtschaft Landkreis Aurich

Der Umgang mit Abfällen hat sich in den letzten Jahrzehnten stetig von rein logistischen Anforderungen über die umweltverträgliche Ablagerung zur Kreislaufwirtschaft entwickelt. Die effiziente Nutzung von Energie und Stoffströmen gewannen immer mehr an Bedeutung und stellten auch die Abfallwirtschaft des Landkreises Aurich vor Herausforderungen. Verbunden mit großen Anstrengungen konnten gerade in den letzten Jahren beträchtliche Fortschritte im Bereich der technischen Modernisierung unserer Entsorgungsanlagen, der Wertstoffhöfe und der Abfallerfassung erreicht werden. Heute sammeln wir hocheffizient den Abfall mit Seitenladerfahrzeugen ein, entziehen selbst dem Restabfall noch Wertstoffe und erzeugen aus Bioabfällen Biogas, welches durch Umwandlung in regenerativen Strom und Wärme noch zusätzlich einen Beitrag zur Senkung von Klimagasen leistet. Kernstück dieser Erfolgsgeschichte ist unser modernes Entsorgungszentrum in Großefehn. Dort wurde die Anlagentechnik in den vergangenen Jahren mit erheblichen Investitionen immer weiter optimiert.

2017

2017

wurde die neue Grünschnittkompostierungsanlage im Entsorgungszentrum in Großefehn in Betrieb genommen. Aus Sträuchern, Laub und sonstigen Grünabfällen wird hier seitdem in offenen Kompostmieten gütegesicherter Fertigkompost erzeugt.

Weiterhin entstand auf dem Gelände des Entsorgungszentrums Großefehn erneut ein erheblicher Feuerschaden, bei dem wesentliche Teile der Halle Süd abgebrannt sind. Laut den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Aurich lagen keine Anhaltspunkte für eine Brandstiftung vor, sodass auch hier von einer Selbstentzündung auszugehen ist.

2017

2016

2016

wurden die Modernisierung der Umladestation und des Wertstoffhofes auf Norderney fertiggestellt. Da die Bauarbeiten während des laufenden Betriebes stattfinden mussten, wurden 2015 zunächst die Umladehalle und diverse Containerstellflächen fertiggestellt.  Danach erfolgte der Rückbau der Altanlage, auf deren Fläche der Wertstoffhof und u.a. das Betriebsgebäude errichtet wurden.

2015

2015

sind auf dem Gelände des Entsorgungszentrums Großefehn wesentliche Teile der Halle West abgebrannt. Die polizeilichen Ermittlungen haben keine Hinweise auf einen technischen Defekt oder Brandstiftung ergeben. Es wird von einem Selbstentzündungsprozess ausgegangen.

2015

2013

2013

2013 wurde die Containertrocknungsanlage für Biomasse im Entsorgungszentrum in Großefehn in Betrieb genommen. Getrocknete Biomasse wird in Biomassekraftwerken anstelle fossiler Brennstoffe eingesetzt und weist durch ihren geringeren Wasseranteil im Vergleich zu frischem Material einen doppelt so hohen Heizwert auf.

2012

2012

fanden zum ersten Mal die MKW-Aktionstage im Entsorgungszentrum in Großefehn statt. Die erlebnisorientierte Veranstaltung wird seitdem in einem zweijährlichen Rhythmus durchgeführt und lockt an einem Wochenende mehr als 10.000 Besucher auf das weitläufige Gelände in Großefehn.

2012

2009

2009 und 2010

wurde das Kompostwerk um eine Trockenvergärungsanlage erweitert, in der aus einem Teilstrom des Bioabfalls Biogas gewonnen wird.  Dieses wird sowohl thermisch als auch elektrisch genutzt. Die Einspeisung des gewonnenen Stroms in das öffentliche Stromnetz liefert Energie für über 1200 Haushalte.

2005

2005

wurde in Großefehn eine mechanisch-biologische Abfallbehandlungsanlage (MBA) in Betrieb genommen. Der Restmüll aus dem gesamten Kreisgebiet wird  in Großefehn mechanisch vorbehandelt und gemeinsam mit dem vorbehandelten Restmüll aus den Landkreisen Ammerland und Oldenburg in der MBA biologisch behandelt. Anschließend folgt ein gemeinsamer Transport zur Deponie Mansie (Landkreis Ammerland). Die heizwertreiche Fraktion wird in Bremen zur thermischen Verwertung genutzt.

Gleichzeitig wurde der Standort Großefehn zu einem Entsorgungszentrum ausgebaut.

Hierzu zählten:

  • Privatanlieferungsbereich, Containerstellplätze
  • Baustellenabfall- und Elektroschrott-Annahme
  • Biomassehalle, Sicherungsbereich
  • Altholzlager, Lager Baum-, Strauch- und Heckenschnitt
  • Lager DSD-Abfälle (Duale Systeme Deutschland), Altkleider/Schuhe

Dazu kamen die Erneuerung der gesamten Infrastruktur sowie der Neubau eines Verwaltungsbereichs und einer Werkstatt. Im Bereich der früheren Deponie Hage gibt es für die Bürgerinnen und Bürger im nördlichen Kreisgebiet ein mit Großefehn vergleichbares Entsorgungsangebot. Im kleineren Maßstab gilt dies auch für die Umladestationen auf den drei Nordseeinseln.

2005

1996

1996

wurde das Kompostwerk um eine Tunnelrotte erweitert; auch künftig wird dort Bio- und Grünabfall aus dem Landkreis Aurich zu gütegesichertem Kompost verarbeitet, der in der Landwirtschaft, im Garten- und Landschaftsbau eingesetzt wird.

1993

1993

wurde der Deponiebetrieb in Großefehn eingestellt; der Standort wurde zu einer Müllumladestation für den Transport zur Deponie Leer-Breinermoor umgerüstet.

1993

1984

1984

wurde die Deponie in Hage geschlossen und auch der gesamte Müll aus dem festländischen Bereich des Altkreises Norden nach Großefehn transportiert.

1982

1982

wurden auf den Nordseeinseln Juist, Norderney und Baltrum Müllumladestationen errichtet und der Müll von den Inseln nach Hage und Großefehn auf das Festland entsorgt.

1982

1982

1982

wurde die MKW GmbH & Co. KG als Tochterunternehmen des Landkreises Aurich mit dem Ziel gegründet, ein Kompostwerk zu betreiben, das die Bio- und Grünabfälle im Landkreis Aurich in offenen Mieten zu Kompost verarbeitet. Zweite Aufgabe war der Betrieb der Mülldeponie Großefehn.

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